Leotie, Manapi und Wynne

Leotie, geb. ca. 2006, Wynne, geb. ca. 2004, Manapi, geb. ca. 2005

 

Hier befanden sich alle drei noch im Tierheim.





Der 11.11.2012 war für die drei Hunde ein Glückstag. An diesem Tag haben sie endlich ein Zuhause bei uns gefunden. Am 08.05.2007 kamen sie aus Rumänien in ein deutsches Tierheim. Sie waren äusserst scheu und voller Angst. Man sollte meinen, dass nach unsäglichem Leiden in Rumänien jetzt ein neues, schöneres Leben auf sie wartet. Doch weit gefehlt !! Zuerst wurden sie in einem Bauwagen untergebracht, dann wurden sie in einen Auslauf in der hintersten Ecke des Tierheimgeländes verfrachtet. Sie hatten zwar Hundehütten, waren aber Wind und Wetter ausgesetzt. Hitze im Sommer und Kälte im Winter. Niemand beachtete diese Hunde, weil sie als unvermittelbar abgestempelt waren.

 

Am 06.07.2011 wurden sie wenigstens in einem geschützten Auslauf mit Hundehütten und Gartenhaus untergebracht. Es blieb weiterhin bei einem Leben ausschliesslich im Freien.

An diesem 06.07.2011 wurde von der Tierheimtierärztin bei Manapi eine schwere Herzklappeninsuffizienz festgestellt. Sträflicherweise blieb Manapi ohne Behandlung.

 

Am 28.09.2012 erreichte uns ein Hilferuf, vor allem wegen Manapi. Am 30.09.2012 statteten wir dem Tierheim einen Besuch ab und fanden Manapi in einem schlechten Zustand vor, Wynne hinkte. Beide wurden immer noch nicht tierärztlich versorgt. Nachdem wir in Aussicht gestellt hatten, die Hunde bei uns aufzunehmen und auf Behandlung drängten, bekamen beide ab 03.10.2012 Medikamente.

 

An den folgenden Wochenenden besuchten wir regelmässig die Hunde.

 

Am 11.11.2012 war es dann soweit. Mit Hilfe der Tierheimitarbeiter/innen wurden die Hunde eingefangen und von unserer Tierärztin sediert. Unsere Tierärztin begleitete die Hunde zu uns nach Hause, um sie wegen der Sedierung, besonders wegen Manapi, zu überwachen. Sie reagierten panisch, als sie sich zum ersten Mal in einem Zimmer befanden. Dies legte sich aber schnell. Mittlerweile fühlen sie sich sichtlich wohl und machen bereits kleine Ausflüge in den Garten. Gehen aber sehr gerne ins Haus zurück.

 

Es wird noch sehr viel Zeit und Geduld in Anspruch nehmen, bis sie es wagen, ein normales Hundeleben zu führen, doch es ist sicher möglich, denn einige Hunde haben es bei uns schon geschafft.

 

Die Geschichte von Leotie, Manapi und Wynne ist das typische Beispiel dafür, dass es grundfalsch ist, scheue ängstliche Hunde wegzusperren. Die fünf Jahre ihres Lebens, die man ihnen gestohlen hat, können wir ihnen nicht zurückgeben, aber wir versuchen, sie in den nächsten Jahren dafür zu entschädigen.

 

Wir werden hier über den weiteren Verlauf berichten.

 

02.12.2012

 

Jeden Tag ein kleiner Fortschritt. Mittlerweile fühlen sich Leotie, Manapi und Wynne im Haus beschützt. Sie rennen nicht mehr in Panik an uns vorbei, sondern gehen sogar ins Haus, wenn wir in der Türe stehen. Sie sind inzwischen absolut stubenrein.  Einen Teil ihrer Angst haben sie bereits abgelegt und beginnen, positive Gefühlsregungen zu zeigen. Verhaltene Freude bei der Begrüssung. Manapi wedelt sogar manchmal mit dem Schwanz. Sogar Leotie verlässt schon neugierig ihren selbst gewählten Platz unter der Eckbank. Allerdings lassen sie sich immer noch nicht anfassen.

 

Wir haben inzwischen die  Organisation, die Leotie, Manapi und Wynne 2007 ins deutsche Tierheim gebracht haben informiert mit der Absicht, in Zukunft derartige Schicksale zu vermeiden. Leider haben wir wenig Verständnis gefunden, im Gegenteil, man teilte uns mit, man wolle weiterhin "vertrauensvoll" mit dem Tierheim zusammenarbeiten.

 



 

 



25.12.2012

 

Manapi und Leotie haben heute ein Katzenzimmer besucht und sich dort sogar auf das Bett gewagt. Leotie liess sich allerdings nicht fotografieren. Manapi schliesst langsam Freundschaft mit Linus und Ilse (Katzen). Neugierig folgen sie uns auch schon in andere Räume. Wynne ist im Haus noch etwas zurückhaltend, tobt aber im Garten und fordert uns zum Mitspielen auf.

 

Mehr als 5 Jahre unbeachtet im Tierheim haben sie derart traumatisiert, dass sie sich immer noch nicht anfassen lassen !! Es ist unverzeihlich, was man ihnen dort angetan hat, denn bei ihrer Ankunft im Tierheim waren sie erst 1, 2 und 3 Jahre alt !!!

 

17.11.2013

 

Leotie, Manapi u. Wynne sind nun 1 Jahr bei uns. Alle 3 lassen sich immer noch nicht anfassen. Sie haben mittlerweile schon fast alle anderen Hunde kennengelernt. 

01.01.2013

 

Die Silvesterknallerei versetzte Leotie, Manapi und Wynne in Panik, obwohl sie sich natürlich im Haus befanden und dieses noch dazu ausserhalb des Ortes liegt. Unglücklicherweise erschraken sie bei ihrem letzten Ausflug für diesen Abend in den Garten, den wir extra vorverlegt hatten, um 20.30h an einem verfrühten Böller. Sie rannten in Panik ins Haus und versteckten sich. Für Manapi mit ihrem kranken Herzen war es am schlimmsten. Sie hächelte ca. 15 Min. bis sie sich wieder beruhigte. Um Mitternacht versteckten sich Leotie und Wynne unter der Eckbank in der Küche. Manapi hächelte wieder sehr stark.  Alle drei beruhigten sich aber nach ca. 1 Std. wieder.   

Leotie und Wynne hier noch im Tierheim.
Manapi hier noch im Tierheim, als es ihr schlecht ging.
Manapi hier noch im Tierheim.
Wynne hier noch im Tierheim.
Leotie hier noch im Tierheim.
Wynne bei uns im Haus.
Wynne bei uns im Garten.
Manapi bei uns im Haus.
Leotie bei uns im Garten.

Am 28.08.2018 mussten wir von Manapi Abschied nehmen. Sie ist im Garten friedlich eingeschlafen. Sie wurde ca. 13 J. alt.